14. Jahrestagung der PSO            Berlin, 05. - 07. Oktober 2015
 
   
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Workshops & Arbeitsgruppen

Am Montag 05.10.2015 finden in der Zeit von 13.00 bis 16.00 Uhr Workshops statt, für die Sie sich gegen eine Gebühr von 90 Euro anmelden können. Bitte beachten Sie, dass für die Workshops lediglich begrenzte Teilnehmerplätze zur Verfügung stehen und die Anmeldung nur im Rahmen der Kongressregistrierung möglich ist. Die Vergabe der Plätze erfolgt nach Eingang der Registrierungen.

Am Mittwoch, den 07.10.2015 finden im Anschluss an die Tagung in der Zeit von 15-17 Uhr die Arbeitsgruppentreffen statt. Die Anmeldung erfolgt über die jeweiligen Sprecher.

  Titel / Thema
Workshop 1:    "Wenn ein Elefant im Raum ist – stelle ihn vor und gib ihm einen Platz!" - Integrativ-systemische Strukturaufstellungen in der Nachsorge
 

Durch Externalisierung wird die Bearbeitung des inneren Bildes von Klienten/Patienten von ihrer Krebserkrankung (z.B. der Tumor, die Ärzte, Blutwerte) und der weiter umgebenden Faktoren (Lebensziele, Ressourcen, Partner, Kinder, etc.) möglich.
Mit Gegenständen wie Stühle, Kissen, Decken oder auch Moderationskarten und Figuren werden die verschiedenen Elemente des inneren Bildes von den Patienten im Raum verteilt und in Beziehung zueinander gebracht. Auch abstrakte Positionen, wie „Da fehlt noch was.“ oder „Das, was dann wäre, aber noch nicht vorstellbar ist.“ können eingebunden werden. Damit kann die momentane Situation veranschaulicht und von einer Außenperspektive auch von Patienten selbst betrachtet werden. Es gibt nun die Möglichkeit, mit diesem externalisierten Bild therapeutisch weiter zu arbeiten. So können Elemente verschoben und unterschiedlich gewichtet werden, die Patienten probieren unterschiedliche Positionen – durch neugieriges Ausprobieren werden so Lösungs- und. Gestaltungsalternativen  sichtbar.

Zugrundliegende Quellen sind die Arbeit mit "Rekonstruktionen" und "Skulpturen" von Virginia Satir, die lösungsfokussierte Methode von Steve de Shazer und Insoo Kim Berg. Darüber hinaus fließen immer wieder zentrale Gedanken Gregory Batesons und Methoden des Psychodramas nach Jacob Levy Moreno in die Arbeit mit ein.

Der Workshop vermittelt einen praxisorientierten Einblick in die Arbeit mit Externalisierung und Aufstellungen und zeigt Möglichkeiten ihrer Anwendung in der psychoonkologischen Praxis in der Nachsorge. Dort haben sich beide Methoden als sehr hilfreich erwiesen. Außerdem werden Grenzen und Hindernisse im Einsatz in der psychoonkologischen Begleitung diskutiert. Die Teilnehmer sind eingeladen, eigene Fälle vorzustellen, so dass die Einsatzmöglichkeiten praktisch in Kleingruppen gleich ausprobiert werden können.

   
   "Wir können nichts an den Karten ändern, die wir bekommen, nur an dem Spiel, das wir mit diesem Blatt machen."
Randy Pausch
   
 

Workshop-Leiterin:
Dipl.- Psych. Martina Preisler, Berlin
Systemische Einzel-, Paar- und Familientherapeutin (DGSF)
Beraterin für Ethik im Gesundheitswesen i.A.
Tätigkeit als Psychoonkologin in der Charité Campus Benjamin Franklin, Medizinische Klinik für Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie und in eigener Praxis für Psychoonkologie und Psychotherapie

   

   
Workshop 2: Hypnotherapeutische Interventionen
  Viele psychische und körperliche Probleme, die im Rahmen einer Tumorerkrankung auftreten, können wirkungsvoll mit Hypnose und Hypnotherapie behandelt werden. Körpereigene Ressourcen werden aktiviert, die zur Verbesserung der Krankheitsbewältigung und Lebensqualität beitragen können. Der Workshop vermittelt einen praxisorientierten Einblick in die Möglichkeiten, hilfreiche hypnotherapeutische Interventionen, die sich bei der Symptombehandlung von Krebspatienten als hilfreich erwiesen haben, im Rahmen der psychoonkologischen Versorgung einzusetzen.
   
 

Workshopleiter:
Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Klaus Hönig, Ulm
Klinik für Psychosomatische Medizin u. Psychotherapie, Konsiliar und Liaisonpsychosomatik

   

   
Workshop 3: Sinnbasierte Interventionen bei fortgeschritten erkrankten Krebspatienten
  Obwohl es zahlreiche wirksame psychotherapeutische Interventionen zur Behandlung psychischer Belastungen und zur Verbesserung der Lebensqualität bei Krebspatienten gibt, wurden diese überwiegend für Patienten in kurativen Behandlungsstadien entwickelt und evaluiert. Vor allem im angloamerikanischen Raum wurden in den letzten Jahren zunehmend sinnorientierte Interventionen für Krebspatienten entwickelt. Diese Ansätze zielen übergreifend auf die Reduktion von emotionalen und spirituellen Belastungen, auf die Förderung von Hoffnung und Lebenssinn sowie auf die Mobilisierung innerer Ressourcen. Weitere Zielsetzungen sind die Stärkung des Selbstwertgefühls und des Gefühls von Würde, die Verringerung von Gefühlen der Isolation und Einsamkeit, die Würdigung von Stärken und Errungenschaften im Leben des Patienten sowie die Verbesserung der Kommunikation mit dem Behandlungsteam. Der Workshop gibt eine Einführung in Inhalte und den Aufbau sinnbasierter Interventionen für fortgeschritten erkrankte Krebspatienten. Mit Fallbeispielen wird die praktische Arbeit veranschaulicht.
   
 

Workshopleiter:
Prof. Dr. phil.  Anja Mehnert, Leipzig
Kommissarische Leitung Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie
Universitätsklinikum Leipzig AöR

Dr. phil. Frank Schulz-Kindermann, Hamburg
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie
   

   
Workshop 4: Krankheitsbewältigung und Lebensfreude durch Playback-Theater - Erfahrungen aus der Arbeit mit Krebsbetroffenen
  Wie kommt es, dass mit Hilfe des Playbacktheaters die Selbstheilungskräfte von Krebspatienten gestärkt und ihre Lebensfreude und Zuversicht beflügelt werden können? Der Vortrag gibt hierzu vielfältige Antworten: Arbeitsmethoden aus dem Playbacktheater (einer besonders heilsamen Form des Improvisationstheaters) werden erläutert, Wirkfaktoren für Selbststärkung und Krankheitsbewältigung vorgestellt und kleine szenische Übungen mit den WorkshopteilnehmerInnen durchgeführt. Mitglieder der TUMORISTEN, dem in Deutschland ersten Ensemble Krebs betroffener Menschen (www.Tumoristen.de), werden über ihre persönlichen Erfahrungen berichten. Fachkräfte aus dem psychoonkologischen Arbeitsfeld erhalten einen vertieften Einblick in die Bühnenimprovisation, einem kreativen Verfahren, das im Rahmen der therapeutischen Nachsorge von Krebspatienten noch immer viel zu selten genutzt wird.
   
  Wokshopleiter:
Prof. Dr. Wolfgang Wendlandt, Berlin
Psychologischer Psychotherapeut
Künstlerischer Leiter der TUMORISTEN / Playbacktheater
   

   
Workshop 5: Beziehungspflege mit Humor
 

Wie die Pflege einer Humorkultur das Arbeiten im Klinikalltag bereichern und die Stimmung positiv verändern kann.
„Ich möchte, dass Ärzte und Krankenkassen den Humor ernst nehmen, denn es gibt noch viele Kliniken und Pflegeeinrichtungen, die ein Lächeln mehr brauchen können.“ Den Humor ernst nehmen – mit diesem Ziel rief Dr. Eckart von Hirschhausen 2008 die Stiftung Humor Hilft Heilen ins Leben. In praxisorientierten Workshops geben ihre langjährig ausgebildeten Trainer Ärzten und Pflegepersonal Methoden an die Hand, die ihnen den Umgang mit belastenden Situationen, Trauer und Leid im Berufsalltag erleichtern. Humor kann Teams helfen, einander besser zu verstehen, kann Druck mindern und die Kommunikation untereinander verbessern.
Weitere Informationen unter www.humorhilftheilen.de

   
 

Workshopleiter:
Paul Kustermann ist Clown, Coach, Trainer, Autor und Pädagoge. Nach langjähriger Erfahrung mit der Aus- und Weiterbildung von Clowns für ROTE NASEN e.V. leitet er seit 2012 seine eigene Clownschule in Berlin, DAS CLOWNLABOR.

   

   
Workshop 6: Der Schmerz der Verlorenheit – Depressive Somatisierung als Verständnismodell
 

Neben den durch die Erkrankung oder Behandlung verursachten Schmerzen klagen Krebspatienten mitunter auch über Schmerzen, die sich in ihrem Ausmaß nicht durch organische Befunde erklären lassen. Dies stellt Behandler – sowohl Organmediziner als auch Psychoonkologen – vor besondere Herausforderungen. Die Beziehung zwischen Patient und Therapeut gestaltet sich oft in typischer Weise, mit einem Wechsel von Idealisierung und Entwertung, oft auch so, dass wir uns „schachmatt“ gesetzt fühlen. Versteht man dies als Ausdruck und Ergebnis einer depressiven Somatisierung (Rudolf, 2000), als einen Schmerz der Verlorenheit, kann es gelingen, wieder den Zugang zum Patienten und seinem Leiden zu finden, und dadurch wieder hilfreich zu werden.

Ich möchte in dem Workshop das Konzept der Depressiven Somatisierung nach Rudolf vorstellen und anhand von Fallbeispielen erläutern. Wir werden das Modell hinsichtlich seiner Nützlichkeit für die Arbeit mit Krebspatienten diskutieren, basierend auf unseren gemeinsamen Erfahrungen.
   
  Workshopleiterin:
Prof. Dr. rer. med. Susanne Singer, Mainz
Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik
Abt. Epidemiologie und Versorgungsforschung
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
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